Bitcoin steht aktuell im Fokus vieler Investoren. Die Großbank JPMorgan hält den aktuellen BTC-Kurs für zu niedrig und prognostiziert bis Ende des Jahres einen möglichen Anstieg auf rund 126.000 US-Dollar.
Die Einschätzung basiert vor allem auf einem Vergleich mit Gold und auf den stark gesunkenen Kursschwankungen.
Zusätzlich spielt die zunehmende Rolle von Unternehmen und Indizes eine wichtige Rolle für die Analyse.
Bitcoin und die Rolle der Volatilität
Ein zentrales Argument von JPMorgan ist die fallende Volatilität von Bitcoin ( BTC ). Zu Beginn des Jahres lag diese noch bei fast 60 %, inzwischen bewegt sie sich bei etwa 30 %.
Volatilität beschreibt, wie stark ein Kurs innerhalb eines bestimmten Zeitraums schwankt. Je niedriger sie ist, desto leichter fällt es Investoren, eine Anlage einzuschätzen und zu planen. Für institutionelle Anleger ist das ein entscheidender Punkt, da geringere Schwankungen das Risiko kalkulierbarer machen.
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— Vivek Sen (@Vivek4real_) July 31, 2025
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Im direkten Vergleich mit Gold zeigt sich nach Ansicht der Analysten, dass Bitcoin derzeit unterbewertet ist. Damit der Marktwert von Bitcoin in Portfolios ähnlich eingestuft werden kann wie der von Gold, wäre ein Kurs von etwa 126.000 US-Dollar notwendig. Dies würde einer Steigerung von rund 13 % gegenüber dem aktuellen Marktwert entsprechen.
Auch der langfristige Vergleich unterstreicht diese Sichtweise. Ende 2024 lag der Kurs etwa 36.000 US-Dollar über dem von JPMorgan berechneten fairen Wert. Heute liegt er dagegen rund 13.000 US-Dollar darunter. Diese Entwicklung deutet laut der Bank auf ein weiteres Aufwärtspotenzial hin.
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Unternehmensreserven und Index-Aufnahmen
Ein weiterer Faktor für die Einschätzung sind die wachsenden Bestände von Unternehmen. Inzwischen halten Firmen über 6 % aller verfügbaren Bitcoins. Solche Käufe verringern die Handelbarkeit am Markt und sorgen für weniger Schwankungen. JPMorgan vergleicht diesen Effekt mit den massiven Anleihekäufen von Zentralbanken nach der Finanzkrise 2008, die damals für mehr Stabilität im Markt gesorgt hatten.
Darüber hinaus verstärken Aufnahmen in große Aktienindizes den Kapitalzufluss. Das Unternehmen Strategy (ehemals MicroStrategy) ist inzwischen Teil wichtiger Benchmarks. Auch Metaplanet aus Japan wurde in den weltweiten FTSE-All-World-Index aufgenommen . Solche Schritte führen dazu, dass weitere Investoren indirekt in Bitcoin investieren, weil Fonds und Index-Produkte den Coin automatisch aufnehmen.
Hinzu kommt ein wachsender Wettbewerb zwischen Unternehmen. KindlyMD, ein an der Nasdaq gelistetes Unternehmen, plant eine Kapitalaufnahme von bis zu fünf Milliarden US-Dollar und will Bitcoin als Hauptreserve einsetzen . Auch Adam Backs Firma BSTR strebt an, zu den größten Haltern zu gehören und mit Firmen wie Strategy oder Marathon Digital zu konkurrieren.
Diese Kombination aus niedrigeren Schwankungen, festen Unternehmensbeständen und steigenden Kapitalzuflüssen durch Indizes bildet laut JPMorgan die Grundlage für eine positive Kursentwicklung. Anleger sollten jedoch berücksichtigen, dass Bitcoin Prognosen keine Garantien darstellen und sich die Marktbedingungen jederzeit ändern können.